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Systemmodellierung und Augendiagnostik – welchen Nutzen kann es haben?

Wir führten mit Sergej Kuschnir, einem zertifizierten Fachmann für Systemmodellierung und Systemaufsteller ein Gespräch, sowie mit Elena Melnik, einer diplomierten Ärztin, Internistin, Ernährungsberaterin und Spezialisten für Augendiagnostik.

Herr Kuschnir, Frau Melnik, um was geht es bei Ihrem Experiment?

Kuschnir: Seit 2007 behandle ich verschiedene Symptome mit der Systemmodellierungsmethode. Und es war seit je her interessant, die Arbeitsergebnisse mit den Symptomen von Menschen zu vergleichen. Es gibt viele Rückmeldungen und Berichte von Kunden, wie stark sich ihr Gesundheitsstand nach der Modellierung veränderte. Manchmal zeigten die Patienten sogar verschiedene Analyseergebnisse, Aufnahmen und ärztliche Befunde. Aber ich wollte eine Methode, um die Ergebnisse zu messen und die Änderungen im menschlichen Organismus sofort nach der Behandlung zu sehen. Danach suchte ich. Und letztes Jahr lernte ich Frau Melnik kennen. Danach erführ ich, was sie beruflich macht, aber meine Frau brachte mich auf die Idee, diesen Versuch durchzuführen. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Die Idee unseres Versuchs ist recht simpel. Wir nahmen eine Gruppe von Freiwilligen zusammen, die angaben, gesundheitliche Probleme zu haben. Wir luden jeden einzelnen zu einer persönlichen Beratung ein und behandelten ihre Symptome mit der Systemmodellierungsmethode. Aber davor führte Frau Melnik mit jedem einzelnen eine Sitzung zur Augendiagnose durch. Zur Modellierung der Symptome und deren Behandlung wurden raumzeitliche Anker (Marker) und ein Surrogat benutzt. Als Modell wurde abhängig vom Symptom entweder ein Tetralemma oder die Logik des „ausgeschlossenen Dritten“ gewählt. Nach der Behandlung des Symptoms (10-15 Minuten) mit der Systemmodellierungsmethode machten wir eine kurze Pause (15-30 Minuten). Dann wurde der Patient wieder in die „fürsorglichen“ Hände von Frau Melnik übergeben. Sie führte wieder eine Augendiagnose durch. Doch ich bitte Frau Melnik, mehr über das Verfahren der Augendiagnose zu erzählen.

 

Frau Melnik, Sie sind dran. Um was geht es bei der Augendiagnose?

Melnik: Iridologie, auch Augendiagnose, ist eine Diagnose des Gesundheitszustands von Organen und Systemen, sowie deren Erkrankungsänderungen, was man an der Iris im Auge sehen kann. Es ist eine medizinische Methode, die sich auf Änderungen der Farbe, Struktur und  Form der Iris und Irisbewegung stützt (die Iris ist der farbige Augenteil zwischen Pupille und Hornhaut). Die Idee dieser Methode besteht darin, dass eine Unzahl an Nervenverbindungen zwischen der Iris und den inneren Organen existiert, weshalb sich der gesamte Organismus in der Iris abspiegelt. Jedem Organ entspricht ein bestimmter Bereich in der Iris. Bei jeder Änderung an einem Organ, wenn es für den Organismus wichtig ist, verändert sich auch der Bereich in der Iris, der dem Organ zugeschrieben ist – Pigmente verteilen sich um oder es bilden sich gewisse Mikrostrukturen. Die Diagnose stützt sich auf Kenntnisse des Iriskryptogramms (oder Skizzen), sowie Hunderten Merkmalen ihrer klinischen Interpretationen. Mit Hilfe der Iridologie wird eine topische Diagnose durchgeführt, das heißt, der Ort des pathologischen Prozesses wird bestimmt. Man kann den Charakter gewisser Änderungen feststellen, wie Entzündungen, Stauungen, beginnende oder chronische Prozesse, das Vorhandensein von Konkrementen (Steinen), oder Verhärtungen (Knoten und Geschwülste). Es ist auch möglich, erbliche Defekte von Organen oder Systemen zu erkennen, was die Möglichkeit eröffnet, die richtige Krankenvorsorge zu treffen. Deshalb ist die Erfahrung des Arztes sehr wichtig, der die Iridologie durchführt.
 
Es ist eine einzigartige Methode, mit der es möglich ist, den Gesundheitszustand eines Patienten und seines gesamten Organismus zu bestimmen. Die Untersuchung wird mit der Irisbiomikroskopiemethode durchgeführt (Untersuchung der Iris mit einem Irisskop – Spaltlampe SL-2D, mit der die Augenfläche direkt durch einen gestreuten Lichtstrahl beleuchtet werden kann, was für den Patienten ungefährlich ist). Nach Möglichkeit wird eine photographische Aufnahme (Irisfotografie) gemacht, um die Änderungen am Patienten zu beobachten.

Die Augendiagnose ist eine völlig schmerzfreie, unschädliche, sichere und schnelle Methode, um pathologische Änderungen an Organen und Systemen zu erkennen. Deshalb wird sie sogar bei sehr jungen Patienten (ab dem 1. Lebensmonat) zur Untersuchung angewandt.

 

Herr Kuschnir, sagen Sie bitte ein paar Worte über die Systemmodellierung. Was steckt hinter der Methode?

Kuschnir: Die vollständige Bezeichnung ist „Systemmodellierung der Energieinformationsprozesse nach A.W. Selinski“. Das ist eine systemphänomenologische Methode. Mit der Systemmodellierung erhalten wir Zugang zu Informationen im System als Ergebnis der phänomenologischen Wahrnehmung, die für jeden Menschen natürlich ist und seiner natürlichen Veranlagung entspricht. Die Aufgabe, die einem Modellierungsleiter gestellt wird, besteht darin, zu ermöglichen, die Prozesslogik aufzuzeigen und sie in Kategorien zu übersetzen, die ein Kunde mit seinem Wortschatz erfassen kann. Und dies unabhängig oder unter Berücksichtigung dessen, dass jeder Mensch Informationen im Modellsystem als dessen Vertreter durch persönliche Filter wahrnimmt und sie mit eigenen Analyseurteilen ergänzt weitergibt.

 

Welche Ergebnisse erhielten Sie? Wie erfolgte die Messung?

Kuschnir: Aus Sicht der Systemmodellierung gilt als Ergebnis dann ein ausgemachter Sinn, wenn er vom Kunden verstanden wird. Nachdem der Sinn definiert ist, sowie die Zustände und Zusammenhänge, durch die ein Mensch ein Symptom schuf, wird verständlich und sichtbar, wo man mindestens hinreichende Änderungen vornehmen kann, damit sich der Mensch als System in eine andere Richtung bewegt. Und diese Änderung wird im Prozess der Systemmodellierung als Lösung in der Art einer befreienden Phase erreicht. Die Lösung ist für jeden Fall einmalig und individuell. Allerdings kann man nach langjähriger Arbeit und der Untersuchung verschiedener Symptome sagen, dass die allgemeine Dynamik bei vielen Menschen gleich ist. Man muss noch anmerken, dass die Zusammenhänge und Zustände bei dieser Arbeit konstant bleiben, sich aber die Qualität und Tendenz ändert. Deshalb verläuft der Bewegungsprozess zur „Selbstgesundung“ meistens fließend und natürlich. Ich bitte Frau Melnik, über die Messergebnisse aus Sicht der Augendiagnose zu berichten.

Melnik: Während der Untersuchungen erstellten wir vor und nach der Systemmodellierung eine Serie an Irisfotographien – nach 30 Minuten, nach 3 Tagen und nach 3,5-4 Wochen. Bereits nach der wiederholten Aufnahme (nach 30 Minuten) konnten einige allgemeine und individuelle Änderungen festgestellt werden. Aber die bemerkenswertesten Änderungen beobachteten wir nach drei Wochen. Es gab auch in einigen Systemen Änderungen, die den früheren Beschwerden und Symptomen der Probanden entsprachen.

 

Könnten Sie ein paar Aufnahmen Ihren Patienten zeigen und kommentieren?

фото 1 - до фото 2 - после

Melnik: Zum Beispiel klagte Patient Nr.1 (männlich, 36 Jahre alt, graublaue Augen) über erhöhte Emotionalität, Verletzlichkeit, Reizbarkeit, schlechten Schlaf (wachte gegen 2 Uhr in der Nacht auf), erhöhte Ängstlichkeit (wogegen er keine Medikamente einnahm), Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Herr Kuschnir, der Fachmann für Systemdesign, erstellte einen Plan, und ich als Internistin verschrieb ihm ein paar pflanzliche Heilmittel und Ernährungskorrekturen. Nach drei Wochen kam er mit bester Laune zu uns; seine Ängste und Sorgen belasteten ihn weniger. Auf den Fotos ist die gleichmäßige Verteilung der emotionalen Belastung in beiden Hemisphären zu sehen (sichtbar an den veränderten Pupillenreaktionen auf dem ersten Foto (rechtes Auge) und dem zweiten Foto (rechtes Auge nach 3 Wochen)). Es ist auch ein merkliches Leuchten im Projektionsbereich der Leber zu sehen (8 Uhr laut dem Schema der Projektionsbereiche des menschlichen Körpers auf der Iris von F. Wida und J. Deck), was auf Änderungen an der Ernährungsstruktur und dem Verdauungssystem hinweist. Im Projektionsbereich des 12-Fingerdarms (5:40-6:30 Uhr laut dem Schema von F. Wida und J. Deck) sieht man eine Verringerung des Leuchtens und der Intensität der orangenen Farbe, was auf die Ablösung eines schweren Prozesses im Magen-Darmtrakt im Bereich des 12-Fingerdarms hinweist. Der Patient ernährt sich ausgewogen und die Schmerzen im Oberbauch stören ihn nicht mehr.

фото 1 - до фото 2 - после

Patientin Nr. 2 (weiblich, 31 Jahre alt, graue Augen). Vorgeschichte: Tumor in Hypophyse, Probleme mit der Frauengesundheit, Hirsutismus, Übergewicht, steht unter Beobachtung eines gynäkologischen Endokrinologen, und nimmt seit einigen Jahren das Medikament „Alaktin“ ein. Sie klagt über Probleme im Privatleben. Wir verschrieben keine zusätzliche Behandlung. Auf den Fotos sehen wir offenbare Änderungen in dem Projektionsbereich des Lymphknotens (um die gesamte Iris), was für eine Verringerung der Entzündung spricht (die Frau merkte an, dass sich die Symptome der Kandiose verringerten) und zeigt das Ende einer Virusinfektion der oberen Atmungswege – Foto 3 (linkes Auge) und Foto 4 (linkes Auge nach 3 Wochen). Es sind auch Änderungen an der Irisstruktur im Projektionsbereich der Nieren zu sehen (5:00-6:00 Uhr laut dem Schema von F. Wida und J. Deck), was davon zeugt, dass sich die Nierenfunktion verstärkte und damit der Hirndruck sank. Die Patientin berichtete subjektiv über eine Stabilisierung ihrer Stimmung, einer optimistischeren Lebenseinstellung und einer wahrnehmbaren Änderung im Privatleben.

Как влияет работа системного-дизайнера на организм в целом?

Kuschnir: Kurz nach der individuellen Arbeit, oder bei Seminaren entstehen bei der Person häufig äußerliche Merkmale: Muskelentspannung, die sich besonders im Gesicht abzeichnen; ein veränderter Blick (wie man sagt: „die Augen glänzen, strahlen, sprühen“); die Leute meinen, „ihnen wurde warm“; der Gemütszustand ändert sich in ruhig usw. Bei dem Versuch wartete ich skeptisch auf die Messergebnisse. Soweit ich die Erklärungen von Frau Melnik verstand, ändert sich das „Augenbild“, der Organismus und Körper nicht so schnell. Selbst wenn der Genesungsprozess beginnt, braucht es Zeit. So ging ich normalerweise auch an meine Arbeit. Ich empfahl den Leuten, die Änderungen an ihrem Gesundheitszustand für 21-40 Tage zu beobachten. Aber ich war doch sehr überrascht, dass wir bereits nach 30 Minuten Änderungen bemerken konnten.


Welche Körpersysteme waren am empfänglichsten? Was hatten sie gemeinsam?

Melnik: Bei allen Probanden war die Pupillenreaktion gemein, das heißt, bei gleicher Beleuchtung konnte man auf den Aufnahmen davor und danach bemerken, dass sich die Pupillen etwas ausweiteten, was zeigt, dass das Nervensystem auf vorhergehende Aktivitäten reagiert.

Kuschnir: Wie sich zeigte, sind Änderungen in erster Linie im Nerven-, weniger im Herz-Kreislauf-System, sowie im Magen-Darmtrakt sichtbar. Das zeigte sich bei allen Probanden.

 

Wie lange hält der Effekt durch die Arbeit eines Systemdesigners (Fachmann für Systemmodellierung – Anm. des Übersetzers)?

Kuschnir: Eine interessante Frage. Es gibt einen Effekt, solange ein Symptom existiert und danach verschwindet er. Es ist schwierig zu sagen, wie lange ein Mensch ohne Symptome auskommen kann. Das ist sehr individuell und bei allen verschieden.

 

Wie kann man den Effekt verstärken? Mit Medikamenten?

Melnik: Wenn ein Patient die Wirkung beschleunigen oder verstärken will, kann ich als Internistin und Ernährungsberaterin zu einem Gesundheitsplan raten, der den Allgemeinzustand des Organismus berücksichtigt, sowie die Beschwerden und Wünsche des Patienten. Man kann auch pflanzliche Heilmittel (Tee, Balsam, Pflanzentinkturen) verschreiben, bestimmte Ernährungsempfehlungen geben (mit Hinweis auf konkrete Lebensmittel, individuell für jeden Kunden), sowie Ratschläge zur Lebensweise (Änderung am Tagesablauf, Übungen für bestimmte Systeme, um zum Beispiel das Sehen oder die Körperhaltung zu verbessern, usw.).

Sie erhielten interessante Ergebnisse. Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Planen Sie, das Experiment fortzusetzen?

Kuschnir: Unsere materielle Bestätigung waren die Veränderungen, die eine Person durch die Modellierung und der Symptombehandlung erfuhr. In diesem Artikel sind nur zwei Fälle zur Demonstration und als Beispiel genannt. Das Experiment zu dieser Methode läuft weiter. Wir sammeln Material und analysieren es. Vielleicht, wenn das Experiment einige hundert Male wiederholt wurde und die Daten analysiert sind, können wir über unsere Schlussfolgerungen und Ergebnisse berichten, sie beschreiben und weitergeben. Wir, Frau Melnik und ich, planen auch, gemeinsam Seminare durchzuführen, in denen die genannte Herangehensweise genutzt wird und wir mit jedem Teilnehmer individuell arbeiten wollen.

Ich will noch ergänzen: Die Systemmodellierung ist meiner Meinung nach möglich und notwendig, um neue Präparate, Verfahren und Herangehensweisen zu untersuchen. Sie kann helfen, den Effekt ihrer Anwendung zu prognostizieren. Und es ist weit interessanter, mit dieser Methode neue Techniken, Verfahren und Präparate zu simulieren und herzustellen. Das kann in einer einzigartigen, gemeinsamen Weise durch Systemdesigner und Spezialisten aus verschiedenen Gebieten der Medizin und Pharmakologie geschehen.

 

Elena Melnik
Iridodiagnostin, Naturheilkundlerin, Phytotherapeutin, Ernährungsberaterin und Homöopathin
Direktorin des Zentrums „Doktor Melnik“
drmelnyk.com.ua

 

 

 

 

 

 

 

Sergej Kuschnir
Zertifizierter Fachmann für Systemmodellierung und zertifizierter Systemaufsteller (nach B. Hellinger)
Mitbegründer und Leiter des Zentrums für Systemmodellierung „Provodnik
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Das Interview führte Anna Isajeva.

Januar-Februar 2015 Kiew

 © Проводник 2015

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